Fachanwalt Verwaltungsrecht Stuttgart - Öffentliches Recht, Verwaltung, Fachanwalt, Rechtsanwalt, Rechtsanwälte, Anwalt, Anwälte, Rechtsanwaltskanzlei, Anwaltskanzlei, Fachanwaltskanzlei, Kanzlei, Baurecht, Bebauungsplan, Gemeinderecht, Erschließungsrecht, Gewerberecht, Gaststättenrecht, Immissionsschutzrecht, Prüfungsrecht, Straßenrecht, Baden-Württemberg - Kanzlei Verwaltungsrecht Stuttgart

Step 1 - Theme Options

To begin customizing your site go to Appearance -> Customizer and select Theme Options. Here's you'll find custom options to help build your site.

Step 2 - Setup Slider

To add a slider go to Theme Options -> Homepage and choose page slider. The slider will use the page title, excerpt and featured image for the slides.

Step 3 - Create Homepage

To add featured content go to Theme Options -> Homepage (Featured) and turn the switch on then add the content you want for each section.

Verwaltungsrecht

Rechtsanwalt und Fachanwalt Tobias Friedrich bearbeitet ausschließlich verwaltungsrechtliche Mandate.

Presse

Das schreibt die Presse.

Bewertungen

Hier können Sie die Bewertungen von Mandanten lesen.

Fachanwalt Verwaltungsrecht Tobias FriedrichSeit über 16 Jahren bearbeitet Herr Rechtsanwalt Tobias Friedrich ausschließlich das Rechtsgebiet Verwaltungsrecht. Er ist Fachanwalt für Verwaltungsrecht und kann auf über 4.400 verwaltungsrechtliche Mandate zurückblicken, im Regelfall mit erfolgreichem Ausgang.

Im Verwaltungsrecht hat sich die Kanzlei in dieser Zeit zu einer der führenden und spezialisiertesten Anwaltskanzleien in Baden-Württemberg etabliert, wenn es um die Interessenvertretung von Unternehmen und Bürgern geht.

Zur Vermeidung jeglicher Interessenskonflikte und aufgrund persönlicher Betroffenheit in der Vergangenheit wurden und werden seitdem ausschließlich Unternehmen und Privatpersonen gegenüber Behörden vertreten. Kommunen, das Land, Behörden oder staatliche Einrichtungen sind immer auf der Gegenseite. Das macht die Kanzlei im Verwaltungsrecht einzigartig.

Mit diesem An- und Einsatz, verbunden mit höchster juristischer Expertise, hat sich die Kanzlei im Verwaltungsrecht einen Namen gemacht. Auch deshalb wird sie von Kollegen empfohlen, die nicht in diesem Rechtsgebiet arbeiten. Selbst Richter, Anwälte und Professoren haben sich in der Vergangenheit von Herrn Friedrich beraten und vertreten lassen.

Eine persönliche, im Verwaltungsrecht meist mehrjährige, Mandatsbetreuung und ein ganzheitlicher Lösungsansatz, der auch die anderen Rechtsgebiete und das Europarecht im Blick hat, prägen die Kanzlei.

Überzeugen Sie sich aber am besten selbst von ihrer Arbeit.

Hier nehmen Sie Kontakt auf.

Aktuelles von der Fachanwaltskanzlei Verwaltungsrecht Stuttgart

Nachzug eines volljährig gewordenen Kindes zu seinem als Flüchtling anerkannten Elternteil

Der Nachzug eines Kindes, welches im Anschluss an die Anerkennung seines Elternteils als Flüchtling volljährig geworden ist, setzt nach Maßgabe der Richtlinie 2003/86/EG betreffend das Recht auf Familienzusammenführung voraus, dass das Kind im Zeitpunkt der Beantragung des Visums noch minderjährig war. Eine „Nachfrist“ ist nicht zu gewähren. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig heute entschieden.

Die im September 2005 geborene Klägerin, eine irakische Staatsangehörige, beantragte im November 2023 ein Visum zum Zwecke der Zusammenführung mit ihrem Vater, dem das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge im Februar 2022 die Flüchtlingseigenschaft zuerkannt hatte. Die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Bagdad lehnte den Antrag im Februar 2024 ab. Das Verwaltungsgericht hat die Klage mit Urteil vom 26. März 2025 abgewiesen. Der 1. Senat des Bundesverwaltungsgerichts hat die hiergegen erhobene Sprungrevision der Klägerin zurückgewiesen.

Gemäß Art. 4 Abs. 1 UAbs. 1 RL 2003/86/EG gestatten die Mitgliedstaaten unter anderem den minderjährigen Kindern des Zusammenführenden vorbehaltlich der in Kapitel IV sowie in Art. 16 genannten Bedingungen gemäß dieser Richtlinie die Einreise und den Aufenthalt. Hinsichtlich des Zeitpunkts, auf den abzustellen ist, um zu bestimmen, ob ein zwischenzeitlich volljährig gewordenes Kind als minderjährig im Sinne von Art. 4 Abs. 1 UAbs. 1 RL 2003/86/EG anzusehen ist, muss danach differenziert werden, ob die Volljährigkeit vor oder nach Anerkennung des Elternteils als Flüchtling eingetreten ist.

In der – hier nicht vorliegenden – Situation, in der ein minderjähriges Kind bereits vor der Anerkennung des zusammenführenden Elternteils als Flüchtling volljährig geworden ist, ist für die Feststellung, ob es als minderjährig anzusehen ist, auf den Zeitpunkt der Stellung des Asylantrags des Zusammenführenden abzustellen. Der Antrag auf Familienzusammenführung ist in diesem Fall innerhalb einer angemessenen Frist zu stellen, die sich an der Drei-Monatsfrist des Art. 12 Abs. 1 UAbs. 3 RL 2003/86/EG orientiert. Diese Frist gründet in dem Gedanken, dass es dem Ziel des zum Schutz von Minderjährigen geregelten Nachzugsanspruchs nicht entspräche, wenn sich die mittlerweile volljährigen Betroffenen auf einen solchen Nachzugsanspruch ohne zeitliche Grenze berufen könnten.

Demgegenüber ist in einer Situation wie der vorliegenden, in der das Kind erst nach Anerkennung seines Elternteils als Flüchtling volljährig wird, für die Bestimmung, ob es als minderjähriges Kind im Sinne von Art. 4 Abs. 1 UAbs. 1 RL 2003/86/EG anzusehen ist, auf denjenigen Zeitpunkt abzustellen, zu dem der Antrag auf Einreise und Aufenthalt zum Zwecke der Familienzusammenführung mit dem als Flüchtling anerkannten Elternteil gestellt wird. Im Einklang mit Unionsrecht hat das Verwaltungsgericht erkannt, dass dem Kind in einer solchen Situation nicht in Anlehnung an Art. 12 Abs. 1 UAbs. 3 RL 2003/86/EG eine „Nachfrist“ ab Eintritt der Volljährigkeit für die Beantragung der Familienzusammenführung einzuräumen ist. Einer solchen Frist käme die Funktion nicht einer Begrenzung des Nachzugsrechts, sondern einer unionsrechtlich nicht gebotenen Verlängerung der Antragsmöglichkeit über den Zeitpunkt des Eintritts der Volljährigkeit hinaus zu.